Leveltesting-Guide Teil 4: Solide Vorbereitung

Auf gehts, uPGElevelt! Der Leveltesting-Guide ist der Leitfaden für erfolgreiche Krav Maga Prüfungen. Hier gibt es alle nötigen Informationen damit auf dem Weg zum Krav Maga Expert Level nichts schief gehen kann. Der Guide ist sowohl für die Überzeugten als auch für die Skeptischen gedacht, alle können hier etwas lernen.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und sehen uns beim nächsten Leveltest!

Um ein Leveltesting zu bestehen ist vor allem eins nötig: Eine gute Vorbereitung. Die erste Voraussetzung dafür ist regelmäßiges Training.
Bei train2survive gibt es keine festgelegten Wartezeiten zwischen den Prüfungen. Jede*r muss selbst entscheiden, wann er*sie bereit ist sich zu testen. Das ist unter anderem abhängig von der Trainingshäufigkeit, der Intensität und dem eigenen Können und Wissen. Person A wird eine andere Vorbereitung brauchen als Person B.
Dieses Mal stellen wir alle Ressourcen vor, die in dieser Zeit hilfreich sein können, sowie Vorschläge für eine effiziente Vorbereitung im Training.

Curriculum. Der erste Schritt ist immer, sich das Curriculum für das nächste Level herunter zu laden. Wir stellen alle Curricula kostenlos auf unserer Webseite zur Verfügung. Das Dokument sollte anfangs durchgelesen und alle bekannten bzw. unbekannten Punkte entsprechend markiert werden. So ist leicht zu überblicken an welchen Techniken und Übungen noch gearbeitet werden muss.
Dieses Dokument sollte im Training von nun an immer dabei sein, egal ob digital oder auf Papier. Wichtige Details oder auch während dem Üben entstandene Fragen können darauf notiert werden. Generell empfehlen wir Notizen zu machen, denn allein das Mitschreiben hilft, sich Dinge besser zu merken – und natürlich ist es entspannt, auch Tage und Wochen später nochmal nachlesen zu können.

Videos. Unser Krav Maga ist nicht geheim. Unsere Techniken sind keine Magie. Daher haben wir für alle Techniken der Level P1 – G5 Videos aufgenommen und auf YouTube veröffentlicht. Sie sind nicht als Lehrvideos gedacht (dafür gibt es das Training), sondern als Gedankenstütze und Erinnerungshilfe. Wer sich bei einer Technik nicht mehr sicher ist kann sie sich schnell online ansehen und überprüfen, ob die eigene Vorstellung oder Ausführung dazu passt.

Fragen. Die Trainer*innen sind da, um den Mitgliedern zu helfen und sie besser zu machen. Wenn etwas aus dem Curriculum unklar, eine Technik unbekannt ist oder ein Drill noch nicht so funktioniert wie gewünscht, wir erklären und beraten jederzeit. Auch Wünsche zu Trainingsinhalten sind willkommen. Die Coaches sind sehr flexibel und stehen oft auch vor oder nach dem Training für ein paar Minuten zur Verfügung.

Proper preparation prevents poor performance

(Gute Vorbereitung vermeidet schlechte Leistung)

– Charlie Batch

Freies Training. Ein Block von 15-20 Minuten des regulären Trainings, in dem alle Trainierenden selbstständig trainieren können. Es gibt keine Vorgaben von den Trainer*innen. In dieser Zeit sollte eigenständig an den unbekannten und unsicheren Teilen des Curriculums gearbeitet werden. Das bedeutet, wirklich körperlich zu trainieren und sich nicht in eine Diskussion verstricken. Das raubt Trainingszeit.
Im freien Training sollten nicht nur Techniken, sondern auch die Anwendungsdrills geübt werden. Gerade wenn die Techniken stabil sitzen wird das Üben des Anwendungsteils wichtiger, denn hier sehen die Prüfer*innen deutlich, wer mit Überraschungen und „vermasselten“ Situationen umgehen kann. Die letzten freien Trainings vor der Prüfung bestehen idealerweise also nur noch aus Anwendungsübungen, z.B. dem Zombie-Spiel.

Private Treffen. Hochmotivierte treffen sich gerne zusätzlich abseits vom regulären Training. Wir unseren Hut vor dieser Menge an Motivation und Engagement! Vorsicht ist aber geboten wenn sich Fehler einschleichen. Wir empfehlen daher, sich nicht komplett eigenständig vorzubereiten. Problematisch ist hierbei weniger das potentielle Nichtbestehen der Prüfung, sondern die Angewöhnung von schlechten Bewegungen. Sich ungünstige Bewegungsmuster „abzutrainieren“ ist ein mühsamer und oft langwieriger Prozess.
Sehr empfehlenswert ist das private Üben von Angriffstechniken. Beispielsweise vor dem Spiegel können Schläge und Tritte eigenständig trainieren. Wer einen Boxsack zur Verfügung hat (auch in manchen Fitnessstudios vorhanden) kann auch mit kraftvollen Bewegungen arbeiten.
Grundsätzlich gilt: Extra Trainingszeit kann große Wirkung haben wenn sie sinnvoll genutzt wird. Es bleibt aber optional und die Prüfung ist auch ohne private Trainings zu schaffen.

Man merkt, die Vorbereitung auf die Prüfung ist kein Hexenwerk und auch kein großer Aufwand. Am Ende hilft vor allem eins: Konstanz.

Mehr Leveltesting-Guides lesen? Hier geht’s weiter:
Teil 1: Warum überhaupt Leveltests?
Teil 2: Was passiert da überhaupt?
Teil 3: Mögliche Ergebnisse